Twist vom 22.11.2020

Wie man das Glück trotz Krise finden kann, erkunden wir auf der Raketenstation Hombroich in Neuss; sie gehört zur Museum Insel Hombroich. Wir erleben eine Teezeremonie in einem Baumhaus von Fujimori, sprechen mit einer Glücks-Philosophin, besuchen ein immersives Theaterstück in Köln und treffen den VR-Künstler Jakob Kudsk Steensen in der Camargue.

Was, wenn um einen herum die Welt in Aufruhr ist, die Krise tobt und das Leben alles andere als normal ist? Auf der Raketenstation Hombroich in Neuss schaut „TWIST“, wie man der Krise begegnen und das Glück vielleicht ja trotzdem finden kann. Die Raketenstation ist ein Ort, wo es liegen könnte. Bis 1990 belgischer Militärstützpunkt, ist sie heute ein einzigartiger Rückzugsraum für Künstler, wo sie leben und arbeiten können. Hier ist gerade eine Ausstellung über den japanischen Architekten Tenurobu Fujimori zu sehen, für die er extra ein kleines Teehaus auf Stelzen gebaut hat. Bianca Hauda nimmt dort an einer Teezeremonie teil, schaut dabei auf die Welt – aus dem Teehausfenster, leicht unter dem Blick der Götter, aber über den Menschen schwebend. Und sie spricht mit der Philosophin Olivia Mitscherlich-Schönherr über das Glück im Ausnahmezustand.

Außerdem trifft die Pariser „TWIST“-Reporterin Romy Straßenburg  die Akrobatin Chloé Moglia digital. Sie sprechen über ihre spezielle „Hänge“-Kunst, die geprägt ist von Ruhe und Konzentration. „TWIST“ besucht außerdem die immersive Theater-Performance „Die Walküre“ im Schauspiel Köln und trifft den dänischen Künstler Jakob Kudsk Steensen in der Camargue, er sucht dort nach Naturphänomenen und Lebensrhythmen.

Redaktion: Regina Rohde

Head-Autorin: Cordula Echterhoff

Verfügbar ab dem 22.12.2020 bis 22.01.2021 in der ARTE Mediathek.


 

Twist vom 23.10.2020

Wie erleben Kulturschaffende das Exil, wie kreativ gehen sie mit Heimatverlust um? In Berlin, wo derzeit die Pläne für ein Exilmuseum voranschreiten, spürt „Twist“ mit dem türkischen Journalisten Can Dündar und der belarusischen Sängerin Veranika Kruhlova den Untiefen des Exils nach.

Wie erleben Kulturschaffende das Exil, wie kreativ gehen sie mit Heimatverlust um? In Berlin, wo derzeit die Pläne für ein Exilmuseum voranschreiten, spürt TWIST mit dem türkischen Journalisten Can Dündar und der belarusischen Sängerin Veranika Kruhlova den Untiefen des Exils nach.
Das Leben im Exil hat für Kulturschaffende viele Facetten. Wie gehen sie kreativ mit dem Heimatverlust um? In Berlin, wo derzeit die Pläne für ein Exilmuseum Gestalt annehmen, geht TWIST der Frage nach den Untiefen des Exils nach. In der NS-Zeit zentraler Ort der Vertreibung, ist Berlin heute Schmelztiegel der Exilanten aus aller Welt. Hier trifft Romy Straßenburg Kulturschaffende, wie den seit 2016 in Berlin lebenden türkischen Journalisten und Kolumnisten Can Dündar oder die belarusische Sängerin Veranika Kruhlova, die sich von Berlin aus für Freiheit und Demokratie in ihrer Heimat engagiert und regelmäßig auf Demos singt. Die dänische Architektin Dorte Mandrup, die den Siegerentwurf für das neue Exilmuseum am Anhalter Bahnhof vorgelegt hat erklärt, welche Rolle die Architektur bei der Auseinandersetzung mit dem Thema spielt. Die Analytiker bei Instagram legen den chinesischen Dissidenten und Kunststar Ai WeiWei auf die Coach. Außerdem stellt TWIST Jim Raketes Dokumentarfilm „Now“ über die weltweite Klimabewegung vor und spricht mit dem Kriegsfotografen Dominic Nahr über sein Projekt „Ich lebe“ mit Portraits von Menschen, die die Kriege der letzten 100 Jahre überlebt haben.

Redaktion: Susanne Kampmann

Head-Autorin: Claudia Kuhland

Verfügbar ab dem 23.10.2020 bis 22.01.2021 in der ARTE Mediathek.

 


 

Twist vom 27.09.2020

Jede Woche gehen die Moderatorinnen Bianca Hauda und Romy Straßenburg in einer europäischen Metropole den Fragen nach, die die Menschen gerade umtreiben. Diesmal: Wie die Coronakrise Amsterdam eine Auszeit ohne Party-Touristen bescherte – ein Moment zum Umdenken. Tourismus soll nun nachhaltiger werden und mehr Kulturinteressierte anlocken.

Party-Touristen und lärmende Horden machten aus Amsterdam ein Disneyland an der Gracht, jedenfalls bis zur Corona Krise, die dann alles auf null gesetzt hat. Es kehrte Stille ein, ein Moment zum Umdenken: Nachhaltiger Tourismus soll nun mehr Kulturinteressierte anlocken. TWIST reist nach Amsterdam trifft Rein Wolfs, den Leiter des Stedelijk Museums und besucht das Fringe Festival.
Doch eines zeigt sich jetzt auch: Ohne Tourismus kann Amsterdam auch nicht überleben. Nicht nur Hotels und Restaurants sind betroffen, sondern auch die Kultur. Museen können nur existieren, wenn auch die Touristen kommen. Seit längerem schon beraten Stadt und Anwohner darüber, wie man den Massen-Tourismus verändern könnte.

Außerdem treffen wir die Tänzerin Teresa Vittucci in Berlin. Schon mit sechs Jahren war ihr klar: sie würde Ballerina werden. Und ihre Leidenschaft war stärker als alle Widerstände. Stärker als die vielen Ballettlehrer, die ihr sagten, sie sei viel zu dick. Teresa Vittucci begeistert mit ihren Performances Publikum und Kritik. Und wir begleiten den französischen Künstler Benedetto Bufalino zu seinen Public Art-Objekten in Paris: Aus einem Auto wird mal ein Whirlpool, mal eine Tischtennis-Platte, mal ein Grill. Wir berichten über die sehenswerte Doku: Martin Margiela – Mythos der Mode und widmen uns in der Rubrik Psychogramm auf Instagram der Soul-Sängerin Erykah Badu.

 

Redaktion: Regina Rohde

Head-Autorin: Cordula Echterhoff

 

Verfügbar ab dem 25.09.2020 bis 25.12.2020 in der ARTE Mediathek.