TWIST – Ruf der Berge – Von Zauber und Bedrohung (19.09.2021)

Sie faszinieren uns, lassen uns klein erscheinen, wirken wie Tempel der Götter und schüchtern uns mit ihrer Größe und Masse ein: die Berge. Immer mehr Menschen zieht es in die Berge, auch Künstler:innen und Architekt:innen, doch tut der vermehrte Tourismus der Natur wirklich gut? Wie wirkt sich die zunehmende Klimaerwärmung auf die Bedingungen am Berg aus?

„TWIST“-Moderatorin Bianca Hauda trifft im Messner Mountain Museum Firmian bei Bozen einen der berühmtesten Bergsteiger: den Südtiroler Reinhold Messner. Vierzehn Achttausender hat er bestiegen und unsere Sehnsucht nach der Vollkommenheit der Berge geweckt. Dieser Verantwortung ist er sich bewusst, hat sechs Museen gegründet, die sich der Auseinandersetzung ‚Mensch – Berg‘ widmen in all seinen Facetten. Natur- und Umweltschutz zur Bewahrung der Bergwildnis hat sich Messner zur Aufgabe gemacht. Bianca begegnet dem Musiker und Sänger Max von Milland. Er ist Botschafter seiner Südtiroler Heimatstadt Brixen. Seine Songs im Südtiroler Dialekt setzen sich schnörkellos und authentisch mit seiner Heimat auseinander.

Die französische Foto-Künstlerin Noémie Goudal bewegen die klimatischen Veränderungen der Natur. So bereiste sie einen schrumpfenden Gletscher in den Schweizer Alpen und produzierte und fotografierte für ihr Projekt „Pressure“ eine Installation der sich wandelnden Landschaft. Im Psychogram auf Instagram geht es um die Alphornvirtuosin Eliana Burki.

International hat sich die Vorarlberger Holzbauarchitektur einen Namen gemacht. Die beiden Architekten Markus Innauer und Sven Matt aus dem Bregenzerwald stehen für dieses innovative und doch an die Region angepasste Bauen in den Bergen, das auch durch den Klimawandel immer wieder neu gedacht wird.

Redaktion: Barbara Brückner
Head-Autorin: Claudia Kuhland

Verfügbar ab dem 17.09.2021 bis zum 17.12.2021 in der Arte-Mediathek.


 

TWIST – Smell it! Geruch in der Kunst (20.06.2021)

Er ist der ursprünglichste der fünf Sinne und wirkt ungefiltert auf das Gehirn: Der Geruchssinn. Er löst Emotionen und Erinnerungen aus, gleich ob Duft oder Gestank.

Bremer Museen widmen sich jetzt dem Geruch in der Kunst „Smell it!“. „Twist“ schnuppert tief mit rein in die Highlights.

Smell it“ Geruch in der Kunst

Unser Geruchssinn spielt eine entscheidende Rolle. Das wird uns besonders bewusst seit wir pandemiebedingt eine Maske tragen und Sorge haben vor unsichtbaren Aerosolen.
Wenn wir etwas riechen passiert viel: Wir erinnern uns an Dinge, werden überwältig von Gefühlen oder assoziierten Bildern.

Redaktion: Regina Rohde
Head-Autor: Eric Brinkmann

Verfügbar ab dem 18.06.2021 bis zum 18.09.2021 in der Arte-Mediathek.

 

TWIST – Unser koloniales Erbe (16.05.2021) 

1884 teilten die europäischen Großmächte auf der „Berliner Konferenz“ Afrika unter sich auf. Die Spuren der Kolonialzeit reichen bis in unsere Gegenwart, und die Wunden von damals tun bis heute weh. In „Twist“ setzen sich Kulturschaffende in Europa und Afrika mit dem heiklen Erbe und dem Trauma der Vergangenheit auseinander.

1884 steckten die europäischen Großmächte auf der „Berliner Konferenz“ ihre territorialen Besitzansprüche in Afrika ab. Bis in die Gegenwart ist das Verhältnis Europas zu Afrika von der kolonialen Vergangenheit geprägt. Wie gehen wir heute mit unserem kolonialen Erbe um, mit verdrängter Geschichte, umkämpften Erinnerungen, mit kolonialer Raubkunst und Restitution? Wie lassen sich Wunden heilen?

Mit Kulturschaffenden in Europa und Afrika begibt sich „Twist“ auf Spurensuche. Die beginnt im Berliner Humboldt-Forum, das in der Debatte um die Rückgabe der Benin-Bronzen an Nigeria immer wieder im Fokus stand. Als wichtige Wegmarke der Versöhnung soll die Rückgabeforderung nun umgesetzt werden. Wie lange Afrika um seine Kunst kämpfte und immer wieder verlor, darüber hat die französische Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy ein erhellendes Buch geschrieben. Einen Fahrplan für die Aussöhnung Frankreichs mit Algerien hat gerade der renommierte französische Historiker Benjamin Stora im Auftrag von Präsident Macron vorgelegt. Um die Nachwehen deutscher Kolonialgeschichte im westafrikanischen Togo, um verlogenen Freundschaftseuphemismus und Amigo-Geschäfte des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß geht es in der theatralen Zeitreise „Wir Schwarzen müssen zusammenhalten. Eine Erwiderung“ der Münchner Kammerspiele. Kolonialen Spuren spürt die in Gabun geborene Künstlerin Nathalie Mba Anguezomo Bikoro auf dem Trümmerberg Marienhöhe nach, der Frage nach Macht und Deutungshoheit stellt sich Filmemacher Lemohang Jeremiah Mosese aus Lesotho und wie mit Kunst Geschichte neu geschrieben werden kann, erklärt Nana Oforiatta Ayim. Sie berät den ghanaischen Kulturminister in Restitutionsfragen. Gerade ist ihr autobiografischer Roman „Wir Gotteskinder“ erschienen. Auf der Instagram-Psychocouch: Burna Boy, der derzeit gefeiertste Afrobeater der Welt.

Redaktion: Susanne Kampmann
Head-Autorin: Cordula Echterhoff

Verfügbar ab dem 16.05.2021 bis zum 13.08.2021 in der Arte Mediathek.



TWIST – Die Sehnsucht in uns! (25.04.2021)
 

Sehnsucht nach Nähe, Sehnsucht nach Reisen, nach Theater- und Museumsbesuchen. Die Liste unserer Sehnsüchte ist in Corona-Zeiten lang geworden. Das „innige schmerzliche Verlangen“ ist seit jeher Triebfeder für künstlerisches Schaffen. „Twist“ startet den Sehnsuchts-Trip im Kunstpalast in Düsseldorf, wo gerade Bilder des Romantikers Caspar David Friedrich ausgestellt sind. Sehnsucht, dieses „innige schmerzliche Verlangen“ ist seit jeher Triebfeder für künstlerisches Schaffen. Dies ist das Motto in „TWIST“ für einen halbstündigen Sehnsuchts-Trip.

Es geht los im Düsseldorfer Kunstpalast, wo gerade die Ausstellung „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“ läuft. Friedrichs Bilder verkörpern die Sehnsucht eines vom Schicksal gezeichneten Menschen nach der heilen Welt. Die Bilder und Performances der Künstlerin Sophia Süßmilch sind inspiriert von ihrer Sehnsucht nach der glücklichen Kindheit. „TWIST“ trifft sie in ihrem Berliner Atelier.

Außerdem spricht „TWIST“ mit dem Autor und Jesuiten Michael Bordt über die Sehnsucht nach Spiritualität, Transzendenz und Selbsterfahrung. Und darüber, was die aktuelle Krise mit einem jeden macht.
Die georgische Dokumentarfilmerin Salomé Jashi stellt in ihrem Werk „Taming the garden“ einen georgischen Milliardär vor, der sich sein persönliches Paradies auf Erden schafft, indem er Jahrhunderte alte Bäume ausgraben lässt, um sie auf seinem eigenen Grundstück wieder einzupflanzen.
Der Autor Marco Maurer hat kurzerhand sein Museum der Sehnsucht in Hamburg eröffnet, wo er sein Buch „Meine italienische Reise“, die Fotos von Daniel Etter und persönliche Erinnerungsstücke dieser Reise präsentiert.
Der Fotograf Marvin Bonheur alias Monsieur Bonheur konfrontiert die Zuschauer mit seiner Heimat, der Banlieue Seine-Saint-Denis, einer der einwohnerstärksten Pariser Vorstädte mit riesigen Hochhäusern und gewaltigen sozialen Konflikten.

Redaktion: Barbara Brückner
Head-Autorin: Katja Lüber

Verfügbar ab dem 23.05.2021 bis zum 23.07.2021 in der Arte-Mediathek.

 

TWIST – Beuys 2021. Utopie reloaded (06.04.2021)

Er war Künstler, Performer, Lehrer und Aktivist. Heute gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Künstler: Joseph Beuys. Er hat die Gesellschaft hinterfragt und Zukunftsutopien geschaffen. Dieses Jahr hätte er 100. Geburtstag. Das Jubiläumsprogramm „Beuys2021“ fragt, wie aktuell seine Ideen heute sind.

Er war Künstler, Performer, Lehrer, Aktivist, hat sich in Szene gesetzt und provoziert. Heute gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Künstler: Joseph Beuys. Dieses Jahr hätte er 100. Geburtstag. Das Jubiläumsprogramm Beuys2021 fragt, wie aktuell seine Ideen heute sind.

Düsseldorf ist der Ausgangspunkt. Hier hat Beuys gelebt, an der Kunstakademie studiert und selbst gelehrt: Von hier aus startet „TWIST“, begibt sich auf die Spuren von Beuys, denkt mit ihm und anderen Künstler*innen die Zukunft neu. Moderatorin Bianca Hauda trifft die künstlerischen Leiter von Beuys 2021, Catherine Nichols und Eugen Blume, in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20 in Düsseldorf. Und trinkt ein Alt-Bier mit Johannes Stüttgen, einem ehemaligen Beuys Studenten in der legendären Kneipe „Ohme Jupp“. Außerdem trifft „TWIST“ Künstler*innen, die in ihren Arbeiten Bezug auf Joseph Beuys nehmen, den Tänzer und Aktivisten Raphael Hillebrand, die Künstlerin Zuzanna Czebatul und den Regisseur und Autor Andres Veiel.

Redaktion: Regina Rohde
Head-Autorin: Cordula Echterhoff

Verfügbar ab dem 02.04.2021 bis 02.07.2021 in der ARTE Mediathek.


 

TWIST – Von home bis office: Wohnen und Arbeiten 2021+ (07.03.2021)

Alles ist anders, seit sich in Zeiten der Pandemie unser kompletter Alltag in unseren vier Wänden abspielt und das Wohnzimmer zum Homeoffice wurde.  Home sweet Home, das war einmal. Die Zeit ist reif für neue Wohn-und Arbeitskonzepte.  Künstler*innen, Designer*innen und Architekt*innen sind mit innovativen Ideen längst am Start, nicht erst seit der Krise.

Ob in der Stadt oder auf dem Land, ob tiny, smart, flexy oder hybrid, nachhaltig oder funktional: „Twist“ ist Visionären, Pionieren und Trendsettern des neuen Wohnens und Arbeitens auf der Spur. „Twist“ spricht unter anderen mit Designpapst Peter Zec auf der Essener Zeche Zollverein, trifft in Rotterdam Joep van Lieshoet, Grenzgänger zwischen Architektur, Design und Kunst, der seit zwei Jahrzehnten mit seinen skulpturalen Wohnzellen und Modulen jeder Krise voraus ist und lernt die Kölner Illustratorin Anja Noack kennen, die sich für ein XXS-Leben im Tiny Haus entschieden hat. Wie gemeinschaftliches Leben und Arbeiten auf dem Land funktioniert, zeigt das „Coconat“ im Brandenburgischen, und warum auch der Stadtrand Chancen bietet, erzählt Romy Strassenburg, die sich in einem Co-Working-Space in einem sozialen Brennpunkt in Paris eingemietet hat.

Und „Twist“ begleitet den preisgekrönten Fotografen Goncalo Fonseca, der die Not der Menschen in Lissabon dokumentiert, die in Folge von Immobilienspekulation und Gentrifizierung Arbeit und Wohnung verloren haben. Ein aktueller Fall für die Insta-Analytiker: die in Paris lebende Möbel- Designerin Michèle Lamy.

Redaktion: Susanne Kampmann
Head-Autorin: Katja Lüber

Verfügbar ab dem 05.03.2021 bis 04.03.2021 in der ARTE Mediathek

 

TWIST – Die Kunst des Scheiterns (07.02.2021)

Der Schriftsteller und Philosoph Charles Pépin kennt sich aus mit „Der Kunst des Scheiterns“. Er erzählt uns, wie wichtig die Erfahrung des Scheiterns für jeden von uns ist. Wir treffen Tamás Szalay, den Leiter des Magdeburger Bewerbungsbüros für die Kulturhauptstadt 2025, gerade verloren gegen Chemnitz, setzen er und sein Team auf „Weitermachen“ und Kultur stärken.

Chemnitz hat es geschafft und sich den begehrten Titel der Kulturhauptstadt 2025 gesichert. Zurück bleiben sechs Verliererstädte, unter anderem Magdeburg. Die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt hat von Anfang an mit dem Slogan „Weitermachen“ geworben. Und so ist „TWIST“ losgezogen, um zu erfahren, was sich dahinter verbirgt.

Das Magazin trifft Tamás Szalay, den Leiter des Bewerbungsbüros für die Kulturhauptstadt 2025, er zeigt besondere Orte in Magdeburg. Zum Beispiel den Dom, der für ihn Symbol für die Überlebenskraft der Stadt ist. Obwohl im Zweiten Weltkrieg von Bomben schwer getroffen, wurde er 1955 wiedereröffnet. „TWIST“ besucht den Stadtteil Buckau, hier stehen viele Industriekombinate, die die Wende nicht überlebt haben und jetzt von Künstlerinnen und Künstlern zu neuem Leben erweckt werden, wie von der Malerin Sari Prietro.

„TWIST“ besucht in Paris den Philosophen und Schriftsteller Charles Pépin, der sich mit der Kunst des Scheiterns auseinandersetzt. Von ihm stammt das Buch „Die Schönheit des Scheiterns“. Vor vier Jahren hat der Psychologe Samuel West das „Museum of Failure“ gegründet, das von Schweden aus Exponate in alle Welt schickt. Aktuell sind Objekte der Sammlung in einer Ausstellung in Saint Etienne zu sehen: „Flops“ halt eben.

Redaktion: Barbara Brückner
Head-Autorin: Claudia Kuhland

Verfügbar ab dem 15.01.2021 bis 16.04.2021 in der ARTE Mediathek 


 

TWIST – Der Wald, ein Ort des Friedens oder der Revolution? (17.01.2021)

„Twist“ entführt Sie in den Wald: Der britische Bildhauer Tony Cragg zeigt uns seinen Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal. Wir gehen mit dem Fotografen Andreas Magdanz in den Hambacher Forst und besuchen das Videokünstler-Duo Broersen & Lukács in Amsterdam und treffen den Pianisten Martin Kohlstedt in Weimar.

Er ist ein Sehnsuchtsort für zivilisationsmüde Städter: Der Wald. Aber er ist viel mehr als Natur pur. Er ist immer auch Symbol – für romantische Naturverbundenheit und Zivilisationskritik, für nationale Identität und Umweltkrise sowie für die Ausbeutung der Ressourcen. „TWIST“ geht mit Kreativen in den Wald und fragt, was er für sie bedeutet. Dabei ist der Übergang fließend: zwischen friedlichem Waldgenuss und revolutionärem Widerstand.

„TWIST“ besucht den Bildhauer Tony Cragg, der in Wuppertal den Skulpturenpark Waldfrieden gegründet hat. Mit dem Fotografen Andreas Magdanz besucht „TWIST“ den Hambacher Forst, der ein Symbol für den Widerstand gegen die Ausbeutung der Natur geworden ist. Außerdem schaut „TWIST“ der französischen Künstlerin Eva Jospin in ihrem Atelier dabei zu, wie sie aus Pappe einen Wald schnitzt – mystisch, düster und tief; hört den Klängen des Pianisten Martin Kohlstedt zu, der sich für sein neuestes Album „Flur“ von einem Waldbild des Malers David Schnell inspirieren ließ und redet mit dem Amsterdamer Künstlerduo Broersen & Lukács über ihre Videoinstallationen, in denen sie Waldszenen aus Hollywoodfilmen aufgreifen.

Redaktion: Regina Rohde
Head-Autorin: Cordula Echterhoff

Verfügbar ab dem 15.01.2021 bis 16.04.2021 in der ARTE Mediathek 


 

TWIST – Resist! Kreative für eine bessere Welt (13.12.2020)

500 Jahre Kolonialzeit sind auch 500 Jahre Widerstand dagegen. Das beleuchtet die Ausstellung „Resist! Die Kunst des Widerstands“ im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum. Wegen der aktuellen Corona-Lage wird sich die Eröffnung der für November geplanten Schau verzögern, „Twist“ durfte aber schon einen Blick wagen und sprach unter anderem mit der Direktorin des Museums, Nanette Snoep.

500 Jahre Kolonialzeit, das bedeutete für viele Länder Schrecken und Gewalt, die bis heute nachwirken. Viele Künstlerinnen und Künstler haben sich widerständig und kritisch mit der Zeit der Kolonialherrschaft auseinandergesetzt.

Die Ausstellung „Resist! Kunst des Widerstands“ im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum ist eine Verbeugung gegenüber den Menschen, die auf unterschiedlichste Weise rebelliert haben und deren Geschichten kaum einer kennt. „Resist!“ zeigt unter anderen Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Die Singh Twins, britische Ladies mit indischen Wurzeln, haben ein Triptychon entworfen, es stellt das Massaker von Amritsar dar. Hier haben vor 101 Jahren britische Kolonialherren friedliche indische Demonstranten getötet. Moderatorin Bianca Hauda bekommt von Direktorin Nanette Snoep eine exklusive Museums-Führung, denn die geplante Eröffnung musste wegen der Corona-Pandemie ins nächste Jahr verschoben werden.

Außerdem trifft die Pariser „TWIST“-Reporterin Romy Straßenburg in Marseille den marokkanischen Künstler Mohammed Laoulie, der sich seit Jahren kritisch mit Migration und Kolonialherrschaft beschäftigt, mit Fotos, Videos und Aktionen im öffentlichen Raum. In Marseille stammen viele Einwanderer aus den ehemaligen Kolonien.

Redaktion: Barbara Brückner
Head-Autorin: Claudia Kuhland

Verfügbar ab dem 11.12.2020 bis 12.03.2021 in der ARTE Mediathek.

 

TWIST – Die Krise und das Glück (22.11.2020)

Wie man das Glück trotz Krise finden kann, erkunden wir auf der Raketenstation Hombroich in Neuss; sie gehört zur Museum Insel Hombroich. Wir erleben eine Teezeremonie in einem Baumhaus von Fujimori, sprechen mit einer Glücks-Philosophin, besuchen ein immersives Theaterstück in Köln und treffen den VR-Künstler Jakob Kudsk Steensen in der Camargue.

Was, wenn um einen herum die Welt in Aufruhr ist, die Krise tobt und das Leben alles andere als normal ist? Auf der Raketenstation Hombroich in Neuss schaut „TWIST“, wie man der Krise begegnen und das Glück vielleicht ja trotzdem finden kann. Die Raketenstation ist ein Ort, wo es liegen könnte. Bis 1990 belgischer Militärstützpunkt, ist sie heute ein einzigartiger Rückzugsraum für Künstler, wo sie leben und arbeiten können. Hier ist gerade eine Ausstellung über den japanischen Architekten Tenurobu Fujimori zu sehen, für die er extra ein kleines Teehaus auf Stelzen gebaut hat. Bianca Hauda nimmt dort an einer Teezeremonie teil, schaut dabei auf die Welt – aus dem Teehausfenster, leicht unter dem Blick der Götter, aber über den Menschen schwebend. Und sie spricht mit der Philosophin Olivia Mitscherlich-Schönherr über das Glück im Ausnahmezustand.

Außerdem trifft die Pariser „TWIST“-Reporterin Romy Straßenburg die Akrobatin Chloé Moglia digital. Sie sprechen über ihre spezielle „Hänge“-Kunst, die geprägt ist von Ruhe und Konzentration. „TWIST“ besucht außerdem die immersive Theater-Performance „Die Walküre“ im Schauspiel Köln und trifft den dänischen Künstler Jakob Kudsk Steensen in der Camargue, er sucht dort nach Naturphänomenen und Lebensrhythmen.

Redaktion: Regina Rohde
Head-Autorin: Cordula Echterhoff

Verfügbar ab dem 20.11.2020 bis 19.02.2021 in der ARTE Mediathek.


 

TWIST – Berlin: Exilanten zwischen Engagement und Heimweh (23.10.2020)

Wie erleben Kulturschaffende das Exil, wie kreativ gehen sie mit Heimatverlust um? In Berlin, wo derzeit die Pläne für ein Exilmuseum voranschreiten, spürt „Twist“ mit dem türkischen Journalisten Can Dündar und der belarussischen Sängerin Veranika Kruhlova den Untiefen des Exils nach.

Das Leben im Exil hat für Kulturschaffende viele Facetten. Wie gehen sie kreativ mit dem Heimatverlust um? In Berlin, wo derzeit die Pläne für ein Exilmuseum Gestalt annehmen, geht TWIST der Frage nach den Untiefen des Exils nach. In der NS-Zeit zentraler Ort der Vertreibung, ist Berlin heute Schmelztiegel der Exilanten aus aller Welt. Hier trifft Romy Straßenburg Kulturschaffende, wie den seit 2016 in Berlin lebenden türkischen Journalisten und Kolumnisten Can Dündar oder die belarusische Sängerin Veranika Kruhlova, die sich von Berlin aus für Freiheit und Demokratie in ihrer Heimat engagiert und regelmäßig auf Demos singt. Die dänische Architektin Dorte Mandrup, die den Siegerentwurf für das neue Exilmuseum am Anhalter Bahnhof vorgelegt hat erklärt, welche Rolle die Architektur bei der Auseinandersetzung mit dem Thema spielt. Die Analytiker bei Instagram legen den chinesischen Dissidenten und Kunststar Ai WeiWei auf die Coach. Außerdem stellt TWIST Jim Raketes Dokumentarfilm „Now“ über die weltweite Klimabewegung vor und spricht mit dem Kriegsfotografen Dominic Nahr über sein Projekt „Ich lebe“ mit Portraits von Menschen, die die Kriege der letzten 100 Jahre überlebt haben.

Redaktion: Susanne Kampmann
Head-Autorin: Claudia Kuhland

Verfügbar ab dem 23.10.2020 bis 22.01.2021 in der ARTE Mediathek.


 

TWIST – Kultur-Tourismus statt Disneyfizierung (27.09.2020)

Jede Woche gehen die Moderatorinnen Bianca Hauda und Romy Straßenburg in einer europäischen Metropole den Fragen nach, die die Menschen gerade umtreiben. Diesmal: Wie die Coronakrise Amsterdam eine Auszeit ohne Party-Touristen bescherte – ein Moment zum Umdenken. Tourismus soll nun nachhaltiger werden und mehr Kulturinteressierte anlocken.

Party-Touristen und lärmende Horden machten aus Amsterdam ein Disneyland an der Gracht, jedenfalls bis zur Corona Krise, die dann alles auf null gesetzt hat. Es kehrte Stille ein, ein Moment zum Umdenken: Nachhaltiger Tourismus soll nun mehr Kulturinteressierte anlocken. TWIST reist nach Amsterdam trifft Rein Wolfs, den Leiter des Stedelijk Museums und besucht das Fringe Festival.
Doch eines zeigt sich jetzt auch: Ohne Tourismus kann Amsterdam auch nicht überleben. Nicht nur Hotels und Restaurants sind betroffen, sondern auch die Kultur. Museen können nur existieren, wenn auch die Touristen kommen. Seit längerem schon beraten Stadt und Anwohner darüber, wie man den Massen-Tourismus verändern könnte.

Außerdem treffen wir die Tänzerin Teresa Vittucci in Berlin. Schon mit sechs Jahren war ihr klar: sie würde Ballerina werden. Und ihre Leidenschaft war stärker als alle Widerstände. Stärker als die vielen Ballettlehrer, die ihr sagten, sie sei viel zu dick. Teresa Vittucci begeistert mit ihren Performances Publikum und Kritik. Und wir begleiten den französischen Künstler Benedetto Bufalino zu seinen Public Art-Objekten in Paris: Aus einem Auto wird mal ein Whirlpool, mal eine Tischtennis-Platte, mal ein Grill. Wir berichten über die sehenswerte Doku: Martin Margiela – Mythos der Mode und widmen uns in der Rubrik Psychogramm auf Instagram der Soul-Sängerin Erykah Badu.

Redaktion: Regina Rohde
Head-Autorin: Cordula Echterhoff

Verfügbar ab dem 25.09.2020 bis 25.12.2020 in der ARTE Mediathek.